Ab sofort gibt’s unter http:/www.sprit-magazin.de das (hoffentlich ;) erste kostenlose PDF Automagazin in Deutschland..! Wir, das sind Ralf, Geli und meine Wenigkeit, wollen euch ab sofort jeden Monat mit lesenswerten Themen rund um Autos und Mobilität unterhalten, in Form von Reportagen und Portraits, aber auch mit hochwertigen Bildern und Videos.

Das PDF Format bietet dabei die Gestaltungsmöglichkeiten einer Zeitschrift in Verbindung mit der Aktualität einer Webseite. Außerdem ermöglicht es, SPRIT kostenlos anzubieten. Finanziert wird das Magazin durch Werbung, trotzdem werden wir unabhängig und vor allem persönlich berichten, bzw. wir werden es versuchen ;) … Dabei sollen weniger Zahlen und Werte im Vordergrund stehen – das können andere besser. Wir schreiben mit dem Herzen, durch unsere Adern fließt – nun: SPRIT. Treibstoff für unser Engagement und eine der bewegendsten Technologien unserer Zeit: Das Automobil.

Das Magazin erscheint immer am ersten des Monats, die nächste Ausgabe wartet also ab dem 1. November zum Download unter www.sprit-magazin.de … viel Spaß beim Lesen!

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Berlin, Friedrichshain in der Nacht zum 1. Mai 2009: Wie in den vergangenen Jahren wurde auch diesmal wieder ausgelassen gefeiert… auf 10 Autonome kamen diesmal geschätzte 33 Polizisten und 47 Fotografen. Mindestens. Was der Hund und die Limo dort zu suchen hatten und warum ich ständig gefragt wurde, ob ich „Feuer“ habe, kann ich jedoch (noch) nicht beantworten. Ein paar Pflastersteine nach halb zwölf war der Spuk dann vorüber und wir zogen uns alle noch nen Cheeseburger im McDonalds rein.

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Wahnsinn! Vorhin sind die Bilder von mir aus der Entwicklung gekommen… und ich bin begeistert! Zum ersten Mal haben sie mich richtig gut getroffen! Wer braucht da noch ‘nen professionellen Fotografen, um sich ins Szene setzen zu lassen?! Kein Mensch! Einfach mal eben ins Auto steigen, Gas geben und den nächsten Blitzer suchen. Mittlerweile ist die Technik der Kollegen richtig gut, alles super ausgeleuchtet, mit starken Kontrasten und ner annehmbaren Schärfe..! Ich finde, die Atmo der Bilder hat sogar einen gewissen künstlerischen Anspruch…

Da kann sich mancher Profi ein Beispiel nehmen! Und auch der Preis überzeugt: Meine Fotos haben 40 Euro gekostet, somit konnte ich satte 109 Euro sparen – im Vergleich zu einem „Basic“ Shooting im Studio nebenan. Bloß mit der Wertung bin ich nicht so zufrieden: Wieso nur ein Punkt? Meiner bescheidenen Meinung nach hätte ich mindestens 4 Sterne verdient! Aber vielleicht kommt mein Blick dazu ein wenig zu ernst, zu dramatisch. Ich neige da zur Übertreibung, weil ich immer noch hoffe, für den Film entdeckt zu werden. Außerdem war ich in diesem Moment nicht sicher, ob der Aygo meiner Freundin die richtige Wahl fürs Shooting war. Vielleicht hätte ich mir was anderes anziehen sollen, einen Bentley eventuell. Nun… nächstes Mal! Im Moment bin ich jedenfalls happy: Endlich hab ich meine Bewerbungsfotos für die Ausbildung zum Finanzberater beisammen!

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Fotos von: Land Brandenburg, ZBSt Pol BB

Gestern Abend war es soweit: Die DPA Agentur Newsaktuell hat in München die diesjährigen OBS Awards vergeben… Mein Motiv „Ingo, Alkoholiker und obdachlos in Berlin“ wurde auf den 3. Platz in der Kategorie „Portrait “ gewählt. Ich freue mich über das tolle Ergebnis – schließlich handelt es sich bei dem Motiv um das einzige nicht extra inszenierte Bild der Auswahl. Insgesamt standen über 1500 Fotos von Agenturen und Medien zur Wahl. Vielen Dank an alle, die abgestimmt und mich unterstützt haben!

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Ingo war Teil der Reportage zum Kältebus der Berliner Stadtmission, erschienen in “bick Nr. 1″, Februar 2008. Der Artikel ist online, unter www.bick-magazin.de

Schmerzen. Überall. Sogar im linken Lobulus auriculae („Ohrläppchen“ klingt so… normal!), und da bin ich wirklich ratlos: Warum auch und gerade dort? Vielleicht hat mich ja heute Nacht der Muskelkater gebissen. Finde ich übrigens total bescheuert: Muskelkater. Wie das schon klingt! Woher der Muskelkater kommt? Keine Ahnung. Selbst Wikipedia äußert sich nicht konkret, dort heißt es nur: „volksetymologische Eindeutschung von Katarrh“. Ich liebe Schlaumeier, die ein Fremdwort mit zwei anderen erkären. Volksetymologie? Weitere Recherche ergab: Wird auch Paretymologie genannt und meint einen „historischen Wortbildungsprozess, bei dem ein Fremdwort nach dem Vorbild eines vertraut klingenden Wortes in die Nehmersprache eingegliedert wird.“ Aha. Also wurde aus Katarrh – bedeutet übrigens „Entzündung“ – irgendwann „Kater“. Schön!

An dieser Stelle will ich unbedingt ‘nen Filmtipp abgeben: Schaut euch mal den Streifen „Idiocracy“ an! Der zeigt eine Welt des Jahres 2505, in der unsere geistig degenerierte Gesellschaft vor dem Ende steht und alle süchtig nach einem Gatorade ähnlichen Erfrischungsgetränk bzw. Gewalt und Sex sind. Ein echter Geheimtipp!

Aber zurück zum Kater. Wo mag ich solche Viecher am liebsten?! Ihr ahnt die Antwort sicher schon: Natürlich in der Mikrowelle. Oder im Radkasten. Nein! Das war Geschmacklos. Fürs Protokoll: Ich mag Katzen. Und der Muskelkater ist gar nicht so schlimm, wenn man sich erst mal an ihn gewöhnt hat. Ja?! Bin auch selbst Schuld: Hab mich nämlich gestern im Fitness Studio angemeldet und hatte gleich meinen ersten Workout. 184,5 Kalorien konnten sich da verabschieden – und das auf einem Sitzfahrrad! Dazu gab’s natürlich noch Krafttraining. Ob ich jetzt bald süchtig nach dem idealen Körper werde und mir Steroide spritze?! Mal sehen.

Meine Motivation: Einen Ausgleich zur Arbeit zu finden! Die kann ich nämlich nicht mehr sehen. Leider hat meine Boxhalle vor kurzem geschlossen (Einsturzgefährdet), und überhaupt, die Augen machen da nicht mehr so richtig mit. Sparring mit -10 Dioptrien?! Da gibt’s schöneres… Zum Beispiel diese lustigen Videos, die im Fitnessstudio über die Monitore flackern und perfekte Körper zeigen. Ob ich jemals so aussehen kann..? Oder will?! Hab ja schon mal geübt, als das Foto für meinen Mitgliedsausweis, nein: cooler, die „MemberCard“, gemacht wurde. Seht ihr, wohin die Reise gehen könnte?!

Gebt mir 3 Monate und ein paar Steroide. (Foto Fabio: men.style.com)

„Besser den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach.“ Meint ein altes Sprichwort. Ich sage: Weder noch! Tauben kann ich nicht leiden und Spatzen sind mir auch suspekt. Zumindest die in Berlin. Seit gestern. Meine Güte, ich wollte doch nur ein Eis essen und nicht gleich das verdammte Remake von Hitchcocks „Die Vögel“ am eigenen Körper erleben…

Mein Eis: Apfelkuchen (ja, das gibt es tatsächlich!) und Schlumpf (schmeckt ein bisschen wässrig) in einer knusprigen, angeblich selbstgemachten Waffel. Mit Sahne und vorneweg 666 hungrigen Spatzen, die alle um mich herum am Boden, auf der Bank oder im Gebüsch lauerten und ganz scharf drauf waren, was Essbares abzubekommen. Und das in Kreuzberg, also nicht im Osten. Sonst hätte man ja sagen können: Olle Kamellen. Übrigens: Früher ernährten sich Spatzen von Insekten und Körnern, die sie in Wald und Wiesen fanden. Mittlerweile sind die Viecher aber zu faul geworden, um sich Wald und Wiesen zu suchen (geschweige denn Insekten und Körner), sodass sie sich auf Menschenfutter spezialisiert haben.

Aber zurück: Die kleinen Biester (die Vögel, nicht die Ossis!) umzingelten mich und hungerten dabei ganz seltsam vor sich hin, übergewichtig, beschämt und aggressiv zugleich, so schien es mir jedenfalls. 664 Spatzen hatten die selbe Form (und Farbe) wie alte Tennisbälle, und bei den beiden übrigen bin ich mir nicht sicher, ob das überhaupt Spatzen waren… Wie auch immer: Ich wollte mein Eis eigentlich nicht teilen. Schon gar nicht mit diesen gruseligen Viechern. Ihr stiller, kollektiver Vorwurf brachte mich schließlich dazu, einen großen Teil meiner Waffel (und meiner Würde) zu opfern. Was soll ich sagen: Die Waffel war schneller weg, als ich „BIN GUT ZU VÖGELN“ (hihi) sagen konnte. Meine Güte, war das plötzlich ein Durcheinander, vor mir explodierte sozusagen innerhalb von Sekundenbruchteilen ein ganzer Federball.

Und damit war’s noch lange nicht vorbei! Die kleinen Racker hatten Blut geleckt bzw. Keks gecrackt (ist ein schlechter Reim, aber hey, es ist Sonntagmorgen und ich hab seit Ewigkeiten mal wieder Zeit für diesen Blog, okay?!)… und nun stand die Gier in ihren kleinen, starren Äuglein. Sie wollten mehr von meiner Waffel, wollten mehr von meinem Eis, wollten mich mit Haut und Haaren. Zumindest interpretiere ich das so, denn warum sonst hätten sie mich anpicken sollen?! Das war der Moment, in dem ich meine Beine in die Hand nahm und zur nächsten U-Bahn-Station flüchtete. Seitdem wage ich mich nur noch nachts auf die Straße. Oder wandele im Untergrund. Ein weiteres Sprichwort: „Man soll nicht mit Kanonen auf Spatzen schießen.“ Nun: Vielleicht doch. Mittlerweile schon.

War früher mal ein Tennisball.

Die Zahnfee kommt also aus Frankreich. Oder? Gesehen: U5, U-Bahnhof Frankfurter Tor.

Ich war schon oft süchtig: Nach Joghurette, Lasagne, nach meinem alten Porsche und seltsamerweise auch einem Ventilator. Meistens war das alles kein Problem und nach ein paar Wochen wieder vorbei. Aber jetzt spüre ich eine Sucht, die ich wohl nie mehr loswerde. Ich meine jetzt nicht die Sucht nach Converse Allstars, einem neuen Porsche oder diesem leckeren Eiscafé, den es als Pulver im Lidl gibt und den man sich zuhause selbst mit Milch mischen muss. Nein. Ich meine: Analoge Fotografie, mit ‘nem speziellen Film und künstlerischer Ausrichtung! Das hat mich voll erwischt. Aber ich glaube, damit kann ich leben.

Auf crossberlin.de gibt’s mehr davon.

Eigentlich hört sich das doch ganz nett an: Zörbig ist eine kleine Stadt im Süden von Sachsen-Anhalt zwischen Bitterfeld-Wolfen und der Kreisstadt Köthen. Sie entstand im Altmoränengebiet der Norddeutschen Tiefebene und ihre Geschichte reicht viele Jahrhunderte in die Vergangenheit zurück. Damals wurde die Gegend von slawischen Stämmen besiedelt und im Laufe der Zeit muss irgendwas Schlimmes passiert sein. Anders lässt sich dieser bildgewordene Alptraum, den ich gestern als Großflächenwerbung in Mitte gesehen habe, nicht erklären:

Was will uns diese Werbung einer Edelkonfitürenmarke (die in der DDR übrigens ein Rübensiruphersteller war) sagen, welche Emotionen möchte sie beim Betrachter und Konsumenten wecken? Meine waren klar: Ich hätte jetzt gerne „namenloses Entsetzen“ geschrieben, aber das Entsetzen hat ab jetzt einen Namen: Zörbiger. Und meine Theorie dazu: Iss ein bisschen was von dieser Marmelade und irgendwelche mutierten Erdbeeren fressen dich von innen auf. Oder du verwandelst dich in einen verdammten Zombie. Auf jeden Fall wird man von dem Zeug komplett gaga. Ich will sowas nie wieder sehen, geschweige denn angreifen oder, Gott bewahre, essen. Man könnte also sagen: Diese Werbung wurde ein bisschen unglücklich umgesetzt. Was auch andere erkannt haben…

Furchtbar, oder? Wobei ich jetzt nicht entscheiden könnte, welches Motiv mir besser gefällt bzw. mehr Bauchschmerzen bereitet. Den kleinen, unschuldigen Kindern, die auf dem Weg zum Spielplatz oder der Schule daran vorbeilaufen müssen, wirds egal sein: Sie fangen bei beiden an zu weinen. Vielleicht hilft da nur eines: Augen zu und durch.

Mal Urlaub in Zörbig machen? Vergiss es.

Mein Lieblingsmotiv: Der Zörbiger Zombie.

Ich bin schwermütig und sinne gerade ein wenig über die Vergangenheit nach… Damals, vor knapp einem Jahr, brannte die Josefskirche im saarländischen St. Ingbert und mir ist beim Fotografieren beinahe eine Schindel auf den Deez (Kopf) gefallen. Das waren noch Zeiten! Als der Rauch des brennenden Dachstuhls in der Lunge und die glühende Asche auf der Haut brannte, da war man wirklich mittendrin statt nur dabei, konnte mehr oder weniger in Ruhe seine Arbeit machen. Und heute respektive vorgestern, als die Berliner Philharmonie ein bisschen brannte?

Das hätte ich mir auch auf n-tv ansehen können und dann zuhause bestimmt die gleiche Hitze des Augenblicks verspürt wie einen Straßenzug weiter hinter der Absperrung, die speziell für die Presse von Polizei und Feuerwehr errichtet worden war. „Meine Damen und Herren: Bitte verlassen Sie aus eigenem Interesse wegen der starken Rauchentwicklung den Schauplatz!“ meinte eine Durchsage, die mehrmals wiederholt wurde. Gleichzeitig waren Ortsbegehungen im Angebot, Katastrophenführungen fast direkt hinein in die nicht unmittelbare Umgebung des Brandes, das alles für meine werten, überaus kritischen und sehr engagierten Kollegen aus sämtlichen Medienbranchen. Von der Produktionsassistentin über Stativträger bis hin zu den verschiedensten Moderatoren, wobei einige Fotografen und Kameraleute leider hinter der Absperrung bleiben mussten, weil „sonst die Gruppe zu groß“ geworden wäre. Ich hatte das Glück, im Tross der „Meine Damen und Herren, bitte folgen Sie mir hierüber!“ Menge mitlaufen und fotografieren zu dürfen. Eigentlich wollte ich ja experimentelle Fotos von urbaner Architektur machen und war deswegen mit meiner analogen Kamera samt Spezialfilm unterwegs. Aber der Brand bot eine, wie sagte doch dort jemand, „willkommene Abwechslung im Tagesgeschäft“.

Die Pressekonferenz fand nahezu zeitgleich im selben Gebäudekomplex statt. Ich habe sie nicht besucht, obwohl es bestimmt was zu trinken und ein paar Häppchen gegeben hätte. Nein: Ich harrte tapfer im herben Dunst brennender Wärmedämmung und kollegialen Schweißes mit einem sichtlich erregten Fotografen aus („Hab meine lange Optik nicht dabei! Ausgerechnet heute!“) und wartete darauf, dass der Turm einstürzen würde, wie damals bei der Josefskirche. Was aber nicht passiert ist. Im Grunde also viel Rauch um Nichts. Vielleicht war der Eintritt deswegen umsonst… aber das Ganze hatte auch was Gutes: Ich hab’s nicht (um ein Haar) mit meinem Leben bezahlt.