Vorbei die schöne Zeit von Wein, Weib und Gesang, oder ins Studentische übersetzt: Von Bionade, willigen Demonstrantinnen und verkifftem Gelalle. Vorbei die Vormittage im kuscheligen Bett, die viel zu kurzen Nachmittage bei einer oder mehreren heißen Zitronen im Künstlercafé und die intensiven Abende im Aktmalkurs. Vorbei die herzliche Kameradschaft der hochgeschätzten Kommilitonen beim Wettstreit um die unrealistischste Marketingidee des Semesters und ja, leider, auch vorbei die Zeit der drittklassigen chinesischen Gerichte in der viertklassigen Mensa (lief da nicht mal ein paar Tage lang ein Hund mit drei Beinen im Hof rum?) .

Alles Geschichte. Alles unwiederbringlich verloren. Ich war vier Wochen lang besoffen vor Freude. Und nach einer weiteren Woche mit Vormittagen im kuscheligen Bett und diesmal viel zu langen Nachmittagen im Künstlercafé – es ist jetzt einfach nicht mehr dasselbe – stellte sich die erschreckende Frage: Was nun?

Akt. Kurs: Figürliches Zeichnen. 13.01.2004.