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Heute ist mein „Studierendenausweis“ den letzten Tag gültig und morgen werde ich  zwangsexmatrikuliert oder so. Vielleicht hätte ich das schon früher erledigen sollen: mich nach meinem Diplom von der Uni ab- und beim Arbeitsamt anmelden. Aber dazu hatte ich keine Lust. Und warum? Weil die Leute vom Arbeitsamt irgendwie schräg drauf sind: „Eine Beratung zur Selbständigkeit? Also wollen Sie KEIN Arbeitslosengeld? Nun: Da können wir Ihnen nicht helfen. Auf Wiedersehen.“

Tja. Und warum noch? Natürlich wegen der sensationellen Vergünstigungen, die man als Student den lieben langen Tag und die liebe, noch längere Nacht genießen kann. Ein paar Beispiele gefällig?! Gerne: 10 Prozent Rabatt beim Museumsbesuch! Studentenkomasaufen in der Disko, ohne Mindestverzehr! Und Weltreisen zum Spottpreis! Moment: Das waren die Angebote, die ich NICHT genutzt habe. Was ich hingegen klasse fand: bei jedem Kinobesuch mindestens 50 Cent zu sparen.

Genau wie gestern, als mein Kumpel Flo und ich im Kino in der Schlange vor der Kasse standen, unsere Ausweise gezückt hatten und zwei Dinge feststellten: Ich sehe auf dem Ding „wie die Fresse aus Shining“ aus, und: Heute (gestern war’s morgen) ist mein letzter Tag als sozusagenquasi Student. Natürlich fing ich direkt an zu weinen, weil ich das so schön fand, und nahm mir zwei Dinge zur Feier meines Abschieds vor: Eine Runde mit dem Bus zur Uni fahren und dort „flitzen“ gehen. Das Problem ist jetzt nur: Es fährt mal wieder kein Bus und ich bin zu faul, mich zu rasieren. Also sitze ich einfach so da und feiere mit dem einen oder anderen Duplo.

Jetzt beginnt der echte Ernst des Lebens; ich muss tausend Versicherungen beantragen, GEZ bezahlen und am besten noch eine GmbH gründen. Mein erster Schritt ins kalte Wasser: Ich habe mein Sofa verkauft. Warum? Keine Ahnung, aber irgendwas musste ich ja tun. Und weil das Sofa dann weg war, hab ich gleich mal meine Studentenbude gekündigt. Schließlich soll’s ja nach Berlin gehen. Und dort gibt’s Sofas im Überfluss (habe ich gehört)! In 8 Wochen muss ich raus aus der Wohnung. Das faule Leben ist  vorbei.

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Brüder im Geiste. (Foto links von Warner Bros. Entertainment Inc.)

Kinder, Kinder! Heut hab ich wieder was gelernt: Frag niemals (NIEMALS!) deine Freundin wenn sie zu viel Salat gegessen hat und ihr deswegen übel ist: „Bist du schwanger?“ Tu’s nicht, auch wenn du’s noch so lustig findest. Sonst könnte die Antwort nämlich in Form einer Gegenfrage kommen: „Willst du denn, dass ich Schwanger bin?“

Und dann hat man(n) ein echtes Problem. Ich war auf so was nicht vorbereitet, echt nicht. Da gibt’s im Grunde IMMER nur die falsche Antwort. Wenn man sagt: „Ja“, könnte sie’s wörtlich nehmen, gehen und ein paar Tage später schwanger wieder zurück kommen. Sagt man „Nein“, dann wird einem „keine Liebe“ unterstellt. Ich hab’s mit: „Was willst du denn jetzt hören?“ versucht und musste nach 30 Sekunden Stille (wie unangenehm!) irgendwas, einfach irgendwas sagen: „Ja. Nein.“ Und: „Wir hatten doch schon mal darüber geredet, oder?“ Gefolgt von: „Ich hab’ doch nur Spaß gemacht.“ Plus: „Kinder sind ja… eigentlich ganz in Ordnung. Also, andere Kinder. Die von anderen Leuten und so.“ Beziehungsweise: „Willst du Kinder? Jetzt schon?“

Und endlich, endlich kam eine Antwort: „Du redest dich grad so richtig tief rein.“ Stimmt. Aber, aber, aber: KINDER? Und warum gleich in der Mehrzahl? Da bekommt man’s ja mit der Angst zu tun und zitiert wieder eine Bibelstelle… Altes Testament, Jesaia, 26.17: „Gleichwie eine Schwangere, wenn sie schier gebären soll, sich ängstet und und schreit in ihren Schmerzen: So geht’s uns auch…“

Manch einer hätte vielleicht Eier in der Hose gehabt und auf die Frage aller Fragen geantwortet: „Kinder UND dich kann ich mir nicht leisten.“ Nun ja, wie gesagt: Das hätte manch einer getan. Aber ich bin nicht manch einer, obwohl ich Eier in der Hose hab. Ist das jetzt keine schöne Überleitung zum Thema „Wie nenn ich den Ratzen später?“ (was hoffentlich erst irgendwann passiert)?! Ich bin ja für möglichst einfache Namen, coole Bezeichnungen, die man sich merken und – vor allem – die man fehlerfrei schreiben kann. Mein Kind wird garantiert nicht Joghurt heißen oder so, auch nicht „Bochum“, obwohls ja gerade total angesagt ist, Kinder nach Städten zu benennen. Ich wäre ja für Mike, weil Mikes immer ziemlich lässig drauf sind. Einen Mädchennamen weiß ich nicht, aber es wird auch kein Mädchen geben. So. Punkt. Und noch mal: So.

Irgendwie hab ich dann doch die – hoffentlich – richtige Antwort auf „Willst du denn, dass ich schwanger bin?“ gefunden. Wollt ihr sie lesen? Okay: „Ich hätte gerne einen Job, ein Häuschen, einen Aufsitzrasenmäher, ein Wasserbett und dann… ein bis zwei Jungs, am besten Zwillinge, damit man den ganzen Mist in einem Aufwasch erledigen kann.“ So. Das war jetzt natürlich (natürlich!) nur ein Scherz und die eigentliche Antwort lautet: „Stupsi, ich liebe dich und will 27 Kinder mit dir. Wir können gerne gleich anfangen zu üben, damit es in zwei oder drei Jahren auf Anhieb klappt.“ Okay?!

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Ein Kind! Wie süüüüüüß, oder?

„Normal ist das hier viel besser!“ Da war er wieder, dieser Satz. Kam heute Nacht, in irgendeinem Saarbrücker Club mit dem wahnsinnig kreativen Namen einer Primärfarbe – kleiner Tipp: Nicht Rot, nicht Grün und reimt sich mehr oder weniger schlecht auf „WOW“! Nun: Stichwort „schlecht“ ist eine gute Überleitung.

„Normal ist das hier viel besser!“ bezweifle ich, zumindest im Gelb, äh, Braun, äh, Blau! Denn irgendwie höre ich das immer und überall, wenn ich in ‘nen Club gezerrt werde. In Braunschweig (dem „Broonschwaaicher Tanzpuff“, nix für Ungut, Michele, war trotzdem klasse da!) wie in Saarbrücken. Da könnte man jetzt sagen: Wenn die Stadt schon scheiße ist, warum sollen ihre Clubs da ‘ne Ausnahme machen? Aber nein: Braunschweig ist echt schön und das Problem liegt wahrscheinlich bei mir.

Ich rein, Stimmung raus. Oder so. Aber mit acht Leuten, sieben davon hässlich (der achte war NICHT ich!), kann man nicht so wirklich Party machen. Es sei denn, die Promille stimmen. Aber ich lebe ja abstinent (abgesehen von Sex, Süßigkeiten sowie Strellson Socken) und rauche beziehungsweise saufe nicht. Zur Belohnung wollte ich mir deswegen gestern einen Cocktail gönnen, einen Driver’s oder so. Auf jeden Fall ohne Alkohol. „Hamwanich!“ hieß es dann. „Gipsdochnich!“ meinte ich. Schließlich stand ich gerade an ‘ner Cocktailbar. „Willhierniemand!“ hieß es dann. „Dochundob!“ meinte ich. Und lächelte ein wenig. Was soll ich sagen: Das Mädel hat sich ein bissel Mühe gegeben und mal eben einen neuen Cocktail erfunden. Bloß mit der Namensfindung hat’s nicht so geklappt und deswegen hat sie ihn nach sich und ihrer Telefonnummer benannt: Nathalie0815 oder so. Hab nicht richtig zugehört, weil meine Kumpels gerade was über Spongebob erzählt haben. Spongebob! SPONGEBOB! (wielustigistDASdenn?!)

An den restlichen Abend kann ich mich nicht mehr so recht erinnern. Nur, dass ich eine halbe Stunde später im Bett war und noch ein wenig gelesen habe. Etwas über Cocktails. Das kann man übrigens einigermaßen lustig ins Deutsche übersetzen… Es gibt gleich mehrere Möglichkeiten: Gockelheck, Penisschwanz, Absperrhahnauslaufschaden und – die mit Abstand geschmackvollste Variante: Mischgetränk. Der Legende, respektive Wikipedia zufolge, hat der Cocktail seinen Namen den Hahnenkämpfen Anno Dazumal zu verdanken. War ein Kampf beendet, hatte der Besitzer des Siegerhahnes das Recht, dem getöteten Hahn die bunten Schwanzfedern auszureißen. Beim anschließenden Umtrunk wurde diese Trophäe mit einem Drink – „on the Cock’s tail“ – begossen. Später nannte man diese nach den Kämpfen gereichten Getränke Cocktail.

Nun, wie auch immer: „Normal ist das hier viel besser!“ erinnert mich irgendwie an früher, als ich noch mit meiner Kamera durch die ganzen Absteigen der Region tingeln musste, um irgendwelche Fotos von irgendwelchen Leuten zu machen (Ja, ja: Ich war jung und brauchte das Geld für den Sprit von meinem Porsche!)… da hab ich dann auch ein paar Sachen gesehen, die ich wohl mein ganzes Leben lang weder vergessen noch verdrängen kann. „Normal“ war das jedenfalls nicht… und „viel besser“ war’s eigentlich nie.

Was haben brünftige Esel mit rolligen Fotografen gemeinsam? Der laute Schrei nach „IAA“. Wo sonst kann man(n) seinen ursprünglichen Instinkten so offensichtlich nachgeben und sabbernd, mit ‘nem riesen Rohr an der Kamera (und in der Hose) auf Hostessenjagd gehen?! Das Ganze natürlich rein aus beruflicher Sicht und im Interesse der Menschheit. Stichwort Pressefreiheit und so.

Hostessen hat’s auf der IAA mehr als genug, die werden schließlich – Achtung, Hörensagen! – direkt und ganz frisch aus Ungarn importiert. Tatsächlich muss man die Autos auf der Messe schon fast suchen gehen, so viel weibliche Dekoration steht da rum… Und dann ist da bei den Pressetagen alles voll von schwitzigen Kollegen, die in Rudeln und laut grunzend durch die Hallen streifen, immer auf der Suche nach der nächsten nackten Nuschi (okay, über diese Alliteration kann man streiten!).

Ich war auch da, durfte, äh, wollte mir aber nur Autos ansehen und ziehe nächstes Mal ein T-Shirt mit dem Aufdruck: „Schlampe, du stehst im Bild!“ an. Vielleicht hilft das ja und ich muss mir nicht mehr bei jedem Auto den Mund fusselig reden. Übrigens: ich bin nicht neidisch auf meinen Kumpel Ralf und die ganzen Säcke, die dort schätzungsweise 5784 nackte Mädels fotografiert haben, während ich das nicht konnte, weil ich ja kein Single mehr bin und so („Keine Muschis! Nur Autos! Capisce?!“) – das weise ich ganz deutlich von mir! Wie auch immer, so blieb wenigstens mehr Zeit für Autos, Currywurst und Teppiche.

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Wer zur Hölle hat dieses Foto gemacht?

Teppiche? Korrekt. Meine persönlicher “ Teppich of the IAA 2007 “ war der blaue bei Ford. Noch nie in meinem Leben durfte ich über einen soooo herrlich weichen Teppich laufen. Der Wahnsinn! Auf Platz Zwei: Der Teppich bei Honda. Drei: Der von Mercedes. Glaube ich jedenfalls, denn mir war von der Currywurst ein bissel schlecht. Vielleicht war die gar nicht aus Curry und Wurst, sondern aus Tofu oder so. Wer weiß? Wo doch diesmal die ganze Messe auf Eco setzte? Eco heißt übrigens Öko – aber das will eigentlich niemand wissen.

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“ Teppich of the IAA 2007 „

Eco ist auch auf dem Weg, ganz furchtbar angesagt zu werden und soll informierten Kreisen zufolge bald das Wort „cool“ ersetzen. Warum? Weil Eco überall auf der IAA vertreten war. Da gab es „Ecomatic“, „EcoFlex“, „Eco-Cee’d“ und bestimmt auch den „EcoMop“, weil ja dienstbare Geister immer wieder Sabber und sonstwas von den Autos und Models wischen mussten. Also: Eco ist trendy und irre stylisch. Genauso wie meine beiden automobilen Favoriten, der neue Audi RS6 (10 Zylinder, 580 PS) und der Lamborghini Reventon (12 Zylinder, 650 PS). Voll eco, oder?!

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Bestimmt auch wahnsinnig eco.

Jedesmal, wenn ich für irgendein abstruses Thema ‘nen schlauen Spruch brauche, hat die Bibel was auf Lager. So auch heute…

Matthäus 10.23: „Wenn sie euch aber verfolgen in dieser Stadt, so flieht in die andere.“ Klingt gut, hilft aber nix. Denn Kinder gibt’s überall. Damit hab’ ich mich schon lange abgefunden und das ist auch gut so. Die meiste Zeit jedenfalls. Aber gestern gab’s ein Kind zu viel. Und das hat mich verfolgt. Als ich unschuldig und ahnungslos beim Fotografieren war, in Pirmasens. Natürlich ist mir direkt folgende Bibelstelle eingefallen:

1 Johannes 4. 3-6: „Und das ist der Geist des Antichristen, von dem ihr gehört habt, dass er kommen werde; und er ist jetzt schon in der Welt.“ Hui! Klingt ganz schön gruselig, oder?!

16:21 Uhr

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16:32 Uhr

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16:48 Uhr
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Irgendwann wollte ich nur noch, dass dieses Kind endlich, endlich, endlich aus meinem Sucher verschwindet. Also weinte ich ein bißchen, bereute alle Sünden der vergangenen 48 Stunden (1 mal zu viele Duplos gegessen + 336 mal unreine Gedanken gehabt) und – was soll ich sagen: Die Wolken am Himmel brachen plötzlich auf, Sonnenstrahlen stießen herab und ein Busch flackerte im Wind (gab’s das nicht schon mal irgendwann?)… Ein tolles Motiv! Ich war ganz hin und weg. Apropos „weg“: Das Kind hab ich seitdem nicht mehr gesehen. Wo es wohl gerade ist und wem es dort auf den Keks geht?! Keine Ahnung. Ist ja auch egal: Zur Hölle damit.

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In China starben während der letzten paar Wochen 306 Menschen durch Blitze! Sagt jedenfalls die Statistik eines nahmhaften Instituts. Die Frage ist nun: Durch welche Blitze?

Vielleicht durch solche wie in meinem Fön. Heut morgen gabs im Badezimmer einen kleinen Zwischenfall: Ich wäre um ein Haar verbrannt. Weil der Fön in meinen Händen explodiert ist, mit Blitz und mächtigem Kawumm. Schon wieder ein Fön tot. Das war wohl Nummer 307 und ich hatte bloß Glück, dass ich kein Chinese bin.

Der Fön war’s nämlich: Made in China. Hat nur 5 Euro gekostet oder so, davon wahrscheinlich drei für Verpackung und Versand, einen für Schmiergelder, einen für die Herstellerfirma und nix für die paar kleinen Chinesen (ich meine jetzt die Kinder!), die das Ding aus russischem Schrott zusammengebastelt haben. Falls mir nun Fremdenfeindlichkeit und/oder Zynismus vorgeworfen werden, bitte ich um Nachsicht.

Für’s Protokoll: Chinesen sind toll und ich hab das Gerät selbst zerstört. Durch meine endlose Fönerei jeden Morgen. Ja! Ich gestehe: Ich bin süchtig nach warmer Luft! Unter 10 Minuten bin ich morgens nicht ansprechbar. Aber: Was soll ich sonst die ganze Zeit machen, wärend ich aufs Frühstück warte?!

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Mein neuer Fön. Diesmal nicht aus China.