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„Viel Glück im neuen Jahr!“ kann man heutzutage fast nicht mehr wünschen, finde ich. Zumindest dann, wenn man in der Silvesternacht heil nach Hause kommen will. Da braucht man alles Glück selbst. Eigentlich waren’s nur knappe 2 Kilometer, sozusagen ein Hundesprung (hab noch keine Katze in Berlin gesehen, aber Hunde gibt’s am laufenden Band!), von Kreuzberg nach Friedrichshain. Und wir hatten sogar das Auto dabei, aber leider nur meinen kleinen Peugeot und keinen verdammtem Humvee. Der hätte wohl besser gepasst, bei den ganzen schwer bewaffneten Irren auf den Straßen.

Mal ein Böllerchen werfen, okay. Mal ein Raketchen flitzen lassen, auch noch in Ordnung. Aber gleich den verdammten Guerillakrieg in Bolivien (oder so) nachzustellen, das geht zu weit! Wenn ganze Straßenzüge Kracher-Pingpong spielen und sich gegenseitig Raketen in die Fassaden knallen, wenn irgendwelche Halbwüchsigen Böller gegen fahrende Autos fetzen und sich zwischendurch zur Abwechslung über die Straße prügeln, wenn dann vorm eigenen Zuhause plötzlich drei Mannschaftswagen der Polizei auftauchen und ein Rudel Punks aufmischen, dann finde ich das nur noch grenzwertig cool. Das mit den Punks hatte was.

Sonst war Silvester im Grunde ganz lustig. Wir haben bei irgendwelchen seltsamen Leuten gefeiert und ich konnte viel lernen. Bestimmt hat sich Jane Goodall bei ihren Studien ähnlich gefühlt. Nun weiß ich zum Beispiel, dass rote Strumpfhosen nicht zu grünen, geblümten Kleidern passen (Überraschung!), ich kenne das usbekische Gericht Plov (lecker!) und habe zum wohl hundertsten Mal den bösen Drogen widerstanden (Dafür kommt ihr bestimmt in die Hölle, ihr Kiffer!). Um 0:02 (meine Uhr ging wohl wieder falsch) haben wir dann alle mit Bionade angestoßen (kleiner Scherz) und die Vorsätze für’s neue Jahr gefasst: Ich will zum Beispiel den verschiedenen Reklamations-Hotlines bei Ikea und Co. Dampf machen (von wegen „Sie werden automatisch an den nächsten freien Mitarbeiter verbunden“ und „TÜT-TÜT-TÜT“!), außerdem möchte ich wieder Boxen und vielleicht in zwei, drei Jahren Nachwuchs mit Julia. Wenn wir reich sind und die Weltherrschaft an uns gerissen haben (kleiner Scherz Nummer 2).

Wie auch immer: Danke, Stupsi, für das schöne Jahr mit dir und natürlich an alle Leser da draußen ein beherztes „Viel Glück in 2008!“ (kommt heil nach Hause!).

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Unsere extravagante Türdekoration am Neujahrsmorgen.